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 Betreff des Beitrags: Anschlussrehabilitation = AHB
BeitragVerfasst: 26.02.2010, 20:10 
Redaktion
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Registriert: 02.11.2009, 19:57
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Anschlussrehabilitation = AHB

Die Anschlussrehabilitation (AHB) ist eine ganztägig ambulante oder stationäre Leistung zur medizinischen Rehabilitation.

Die Besonderheit dieser Leistung besteht darin, dass sie nur bei bestimmten Erkrankungen in Betracht kommt und sie sich unmittelbar an eine stationäre Krankenhausbehandlung anschließt.
Die Einleitung einer Anschlussrehabilitation erfolgt bereits im Krankenhaus.

Voraussetzungen zur Anschlussrehabilitation

Eine Anschlussrehabilitation (AHB) kann gewährt werden, wenn diese nach einer stationären Krankenhausbehandlung erforderlich ist. Zwischen dem Ende des Krankenhausaufenthaltes und dem Beginn der AHB dürfen aber nicht mehr als 14 Tage liegen.

Das Krankenhaus stellt die Erforderlichkeit fest und hilft dem Patienten bei der Stellung des Antrages.
Der Sozialdienst des Krankenhauses informiert darüber, welches Verfahren der zuständige Rentenversicherungsträger für die Einleitung einer AHB vorsieht.

Bei Antragstellung bei der Deutschen Rentenversicherung muß eine der nachfolgenden versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein:
- Wartezeit von 15 Jahren
- 6 Kalendermonate mit Pflichtbeiträgen in den letzten 2 Jahren
- Bezug einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit
- Wartezeit von 5 Jahren bei verminderter oder in absehbarer Zeit gefährdeter Erwerbsfähigkeit
- Anspruch auf große Witwen- beziehungsweise Witwerrente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit.

Die Verfahren zur Gewährung der Anschlussrehabilitation sind unterschiedlich:
Die Entscheidung über den Antrag bei Vorliegen der Voraussetzungen erfolgt vor der Verlegung in die Reha-Einrichtung oder die Verlegung in die Reha-Einrichtung erfolgt ohne vorherige Entscheidung über den Antrag.

Informationen hierzu erhält der Antragsteller bei dem zuständigen Rentenversicherungsträger. Ebenfalls sind die Krankenhäuser mit dem Verfahren vertraut und können bei Eintritt des Falles Auskünfte geben.

Antragstellung

Der Antrag wird bereits während des Aufenthaltes im Krankenhaus gestellt.
Die Ärztin beziehungsweise der Arzt des Krankenhauses muss festgestellt haben, dass eine Anschlussrehabilitation (AHB) geeignet und nötig ist.
Die Krankenhausverwaltung beziehungsweise der Sozialdienst wird mit dem Antragsteller klären, ob ein Anspruch auf eine AHB besteht und wie das weitere Verfahren abläuft.

Is der Antragsteller mit dem Bescheid über die Bewilligung oder Ablehnung nicht einverstanden, so können dagegen innerhalb von einem Monat schriftlich Widerspruch bei dem zuständigen Rentenversicherungsträger eingelegt werden.

Dieser Widerspruch sollte begründet werden, damit der Rentenversicherungsträger neue Aspekte im Widerspruchsverfahren berücksichtigen kann.

Wird der Widerspruch dagegen nicht begründet, muss der Rentenversicherungsträger nach Aktenlage entscheiden.

Durchführung der Anschlussrehabilitation = AHB

Den Rentenversicherungsträgern stehen mit einer AHB - Zulassung ausgestattete indikationsspezifische Rehabilitationseinrichtungen (Eigene- und Vertrags-Einrichtungen) im gesamten Bundesgebiet zur Verfügung.
Die AHB kann stationär oder ganztägig ambulant durchgeführt werden und dauert in der Regel 3 Wochen. Sie kann verkürzt oder verlängert werden.

Beide Leistungsformen beinhalten Aufklärung, Information und Diagnostik der Erkrankung und der beeinträchtigten Funktionen, um therapeutische Leistungen durchzuführen. Es werden Therapieziele gemeinsam zwischen Reha-Team und Patient entwickelt. Bewältigungsstrategien werden erlernt, um auch beruflichen Problemlagen zu begegnen.

Zuzahlung zu Leistungen Anschlussrehabilitation = AHB

Ist die Deutsche Rentenversicherung Leistungsträger der Anschlussrehabilitation (AHB), trägt sie die Kosten für Reise, Unterkunft, Verpflegung, ärztliche Betreuung, therapeutische Leistungen und medizinische Anwendungen.

Während einer ganztägig ambulanten AHB besteht keine Zuzahlungspflicht.
Zu den Kosten einer stationären AHB müssen höchstens 10 Euro pro Tag für längstens 14 Tage im Kalenderjahr zugezahlt werden.

Bei einer stationären AHB müssen keine Zuzahlungen geleistet, wenn bei Antragstellung das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet ist oder wenn während der AHB Übergangsgeld bezogen wird.

Auf Antrag ist unter bestimmten Voraussetzungen eine Befreiung von der Zuzahlung möglich, wenn der Antragsteller dadurch unzumutbar belastet würde. Das Antragsformular dafür ist beim zusändigen Rentenversicherungsträger erhältlich.

Nach einer medizinischen Rehabilitation kann der Antragsteller den Rehabilitationserfolg durch Rehabilitationssport oder Funktionstraining in Gruppen sichern oder aber weitere Leistungen der Rehabilitationsnachsorge in Anspruch nehmen.
(Quelle: zusammengetragen von der Deutschen Rentenversicherung Bund, 10704 Berlin, vertreten durch Dr. Herbert Rische, Präsident.
http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/)


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