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 Betreff des Beitrags: Aktivierungsmuster im Cortex bei CRPS-Patienten
BeitragVerfasst: 10.07.2010, 19:09 
Redaktion
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Unterschiedliche Aktivierungsmuster im operkulären und posterioren cingulären Kortex bei der Schmerzwahrnehmung in Patienten mit chronischem regionalem Schmerzsyndrom (=CRPS)

Quelle:
Universitätsklinik Ulm, Diagnostische und interventionelle Radiologie, Steinhövelstr. 9, 89077 Ulm
Fortschr Röntgenstr 2010; 182
DOI: 10.1055/s-0030-1252715

Ziele:
Das chronische regionale Schmerzsyndrom (CRPS, in Deutschland oft als M. Sudeck bezeichnet) tritt posttraumatisch oder postoperativ mit endgültig ungeklärter Pathogenese auf.

Unter der Vorstellung ursächlicher zentraler Prozesse in der Schmerzwahrnehmung bei CRPS wurde eine Studie mit funktioneller Kernspintomographie (fMRI) über die Wahrnehmung von graduierten elektrischen Reizen durchgeführt.

Methode:
10 Patienten mit CRPS an der linken Hand wurden mittels abgestufter elektrischer Reizung des Zeigefingers im fMRI untersucht. Ihre Daten wurden mit einer Vergleichsgruppe aus 15 gesunden Probanden verglichen.

Ergebnis:
Bezüglich der Aktivierungsmuster im fMRI fiel bei den CRPS Patienten eine Aktivierung der vorderen Insel, des posterioren cingulären Kortex (PCC) und des nucleus caudatus auf. Im Vergleich zu den Gesunden hatten CRPS-Patienten eine stärkere Aktivierung des PCC bei schmerzhafter Stimulation der symptomatischen Hand.

Der Vergleich der insulären und operkulären Aktivierung von Gesunden und Patienten zeigte stärkere posteriore operkuläre Aktivierung bei Gesunden.

Schlussfolgerung:
Die PCC Aktivierung bei schmerzhafter Stimulation, die bei CRPS-Patienten stärker ausgeprägt ist, kann als Korrelat der Bewegungsinhibition verstanden werden.

Die geringere operkuläre Aktivierung deutet auf geringere sensorisch-diskriminative Verarbeitung des Reizes in CRPS-Patienten hin.

Insofern gibt es Hinweise für eine veränderte Schmerzwahrnehmung in CRPS-Patienten: Weniger sensorisch-diskriminative aber mehr Unterdrückung von motorischer (Flucht?) Reaktion.

Da diese Veränderungen nicht nur auf die Reizung der symptomatischen Hand beschränkt sind, sondern auch auf die asymptomatische Hand zutreffen, wird von generalisierten Unterschieden der Schmerzverarbeitung bei CRPS-Patienten ausgegangen.
Ob dieses Phänomen Ursache oder Folge der Schmerzerkrankung ist, muss aber zunächst offen bleiben.

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